ITAP e.V. reagiert auf Gründung des neuen AfD-Ablegers „Aufbruch deutscher Patrioten“

Vergangene Woche verkündete André Poppenburg, ehemaliger AfD-Vorsitzender Sachsen-Anhalts, die Gründung der Partei „Aufbruch deutscher Patrioten“- AdP. Kurz zuvor gab er seinen Austritt aus der AfD bekannt, welchen er mit einem vom AfD-Bundesvorstand ausgehenden „Linksruck“ der rechtspopulistischen Partei begründete, so die Cellesche Zeitung. Er selbst geriet bei der AfD aufgrund der Verwendung nationalsozialistischen und rassistischen Vokabulars wiederholt unter Druck.

Die Führung der AdP übernimmt André Poppenburg gemeinsam mit Egbert Ermer und Benjamin Przybylla, ebenfalls ehemalige AfD-Vorsitzende. Sich selbst als „soziale, nationale, solidarische Heimatpartei“ bezeichnend, ist die AdP die erste Loslösung der AfD, die sich noch weiter rechts außen verortet. Passend dazu wurde als Parteisymbol eine blaue Kornblume gewählt, das damalige Erkennungszeichen der Nationalsozialisten in Österreich.

Die Initiative Togo Action Plus e.V. reagierte betroffen, jedoch nicht resigniert, auf die Neugründung einer weiteren rechtspopulistischen Partei. „Egal, was für neue Hassparteien hinzukommen, wir werden unsere Arbeit gegen Rassismus, Antiziganismus und jegliche Art der Diskriminierung nie beenden. Dies stärkt lediglich unsere Motivation und Überzeugung“, antwortete Komi Edzro, Gründer von ITAP e.V., auf die Neugründung der AdP. Für ITAP e.V. bestätigt diese Neuigkeit lediglich die dringende Notwendigkeit ihrer Arbeit gegen rechtsextremes und rassistisches Gedankengut in Deutschland. Migration ist ein Phänomen, welches es seit Beginn der menschlichen Existenz immer gegeben hat und welches weder gestoppt werden kann noch sollte. ITAP e.V. sieht Bewegungsfreiheit als ein Menschenrecht an und erachtet das friedliche Zusammenleben aller Menschen als essentiell für eine funktionierende Gesellschaft.

Silvio-Meier-Preis 2018

Die ITAP wird mit dem Silvio-Meier Preis ausgezeichnet! Wir freuen uns über die Ehrung für unser Engagement gegen Rassismus und Rechtsextremismus als Initiative im Kiez.

Am 21. November ist es soweit, da findet die Preisvergabe statt. Danke für jede Unterstützung.

Die Initiative Togo Action Plus e.V. wurde als Preisträger des Silvio-Meier-Preises 2018 ausgewählt.

Der Silvio-Meier-Preis ist eine besondere Auszeichnung für aktive Arbeit gegen soziale Bevormundung, Entmündigung, Diskriminierung, Rechtsextremismus, Rassismus, soziale und kulturelle Ausgrenzung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Meldet euch, damit wir einen Platz für euch reservieren können.

Datum Mittwoch, 21. November 2018

Einlass 18:00 Uhr

Programm Ab 18:30 Uhr Preisverleihung und Live Musik

Ort Jugend[widerstands]museum, Rigaer Str. 9/10, 10247 Berlin-Friedrichshain

Tagesspiegel-Leute-Newsletter-Interview mit Komi Edzro

Komi Edzro ist Leiter und Gründer der Initiative Togo Action Plus (ITAP), die sich für Geflüchtete und gegen Rassismus einsetzt. Um Migrant*innen zu stärken, organisiert ITAP Konferenzen, Demos und bietet in Friedrichshain Sprachkurse an.

Eure Initiative heißt „Togo Action Plus“ – welchen Bezug habt Ihr zu dem Land Togo? Togo ist mein Heimatland. Ich wurde dort politisch verfolgt und bin 2003 nach Deutschland geflohen. Mittlerweile gibt es seit 53 Jahren eine Diktatur in Togo. Es passieren tagtäglich schwere Menschenrechtsverletzungen, über die die Medien leider nicht berichten.

[…]

Ganzes Interview: https://leute.tagesspiegel.de/friedrichshain-kreuzberg/unter-nachbarn/2018/07/05/49517/

Spenden

Wollen wir eine Gesellschaft, in der Rassismus der Normalfall ist?

Der Alltagsrassismus ist in der BRD auch aufgrund der Propaganda der AfD-Hassprediger leider gestiegen. Wir als ITAP e.V. kämpfen gegen Rassismus, egal von welcher Seite. Wir sagen nein zur AfD, nicht mit uns, nicht in Berlin und anderswo!

Wir unterstützen politisch, rassistisch und religiös Verfolgte, Geflüchtete und Vertriebene.

Wir bieten moralische Unterstützung gegen Isolation und Gefühle der Einsamkeit, beispielsweise mit interkulturellen Tagen oder psychologischer Eingliederungsunterstützung.

Wir bemühen uns darum, dass sich Geflüchtete und Migrant_innen hier in der BRD wohlfühlen können.

Wir wollen, das alle Menschen in Deutschland gut zusammenleben können. Wir wollen Gefühle des Fremdseins in Gefühle des Zu-Hause-Seins für Geflüchtete und Migrant_innen umwandeln.

Die Voraussetzung dafür ist, voneinander zu lernen und Geflüchteten und Migrant_innen den Einstieg in ein neues Leben zu ermöglichen.

Die Sprache ist dabei ein wichtiges Mittel für die Überwindung von Isolation.

Aus diesem Grund bieten wir Deutschkurse insbesondere für Menschen an, die keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu anderen Deutschkursen haben.

Unsere Arbeit ist sehr zeitaufwendig und erfolgt ehrenamtlich.

Neben den Sprachkursen betreiben wir auch Öffentlichkeitsarbeit wie die Vorbereitung und Durchführung und Infoveranstaltungen zu u.a. Asylrecht, Aufenthaltsgesetzen und der Residenzpflicht.

Die Miete für unsere Räumlichkeiten und die Anschaffung von Materialien für den Deutschkurs u.a. finanzieren wir aus Spenden.

Rassismus zu bekämpfen kostet Geld.
Wir freuen uns über Spenden in jeder Höhe!

Spendenkonto:
Initiative Togo Action Plus e.V.
IBAN: DE 76 5003 1000 1008 7800 01
BIC: TRODDEF1
Bank: Triodos Bank Deutschland
Bankleitzahl: 500 310 00
Kontonummer: 1008780001

Bitte nutzt diesen vereinfachten Zuwendungsnachweis zur Vorlage beim Finanzamt:
Vereinfachter Zuwendungsnachweis nach § 50 Abs. 2 Nr. 2b EStDV
Bei Spenden bis zu 200 Euro dient dieser Beleg in Verbindung mit dem Kontoauszug als Zuwendungsbestätigung zur Vorlage beim Finanzamt.
Die Initiative Togo Action Plus e.V. ist wegen Förderung der Bildung sowie Förderung der Unterstützung für politisch, rassistisch oder religiös Verfolgte, aller Migrantinnen und Flüchtlinge, die in der BRD Zuflucht suchen, durch die Bescheinigung des Finanzamts für Körperschaften l Berlin vom 12.05.2011 mit Gültigkeit ab 12.05.2011 unter der Steuernummer 27 / 668 / 58644 als steuerbegünstigten Zwecken dienend anerkannt.
Es wird bestätigt, dass die Spenden nur für gemeinnützige Zwecke verwendet werden.

Internationale Konferenz 2018

Das Konferenz-Programm als PDF-Datei: Konferenzprogramm

Warum fliehen Menschen?
Wie leben Menschen mit Fluchterfahrung weiter?
Und was, wenn dieses „weiterleben“ unsicher ist?

Menschen mit Fluchterfahrung, Opfer von Rassismus, Anwält_innen und verfolgte Journalist_innen berichten über Fluchtursachen, Menschenrechtsverletzungen, Verfolgung, Folter und Asylrecht.

Aus verschiedenen Perspektiven und mit spezifischen Erfahrungen beleuchten wir Aspekte, die in der Debatte um Flucht kaum sichtbar sind.
In Deutschland reduzieren sich die Berichte über Flucht auf Zahlen und Rassismus. Wir wollen im Rahmen der Konferenz aufklären, Fragen beantworten und sensibilisieren.

Vorträge, Video-Inputs und die persönlichen Erfahrungen der Vortragenden schaffen den Raum für eine offene und konstruktive Diskussion über die Situation Geflüchteter und Migrant_innen in Deutschland.

Wir laden herzlich am 23. Juni ab 10 Uhr
Haus „Neues Deutschland“
Franz Mehring Platz 1 in 10243 Berlin

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Übersetzung statt.

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