Der Kampf geht weiter

Zum Internationalen Frauentag 2026 solidarisieren wir uns als Initiative Togo Action Plus e. V. erneut und weiterhin mit den vielfältigen Kämpfen von Frauen* gegen das Patriarchat.

Der 8. März ist für uns ein wichtiger Tag, um gemeinsam zu demonstrieren, zu diskutieren und uns zu verbünden.

Auch in diesem Jahr kämpfen Frauen* weiterhin für gerechte Löhne.   Gleichzeitig sind Frauen* weltweit weiterhin von genderspezifischer Gewalt betroffen. In Krisensituationen – sei es im privaten Umfeld oder in politischen Konflikten – trifft Gewalt besonders häufig Frauen*.

Diese Themen sollten uns gerade heute, am Internationalen Frauen*tag, beschäftigen. Doch die Betroffenen erleben die anhaltende Ungleichheit der Geschlechter tagtäglich.

Wir rufen dazu auf, die Anliegen des Internationalen Frauen*tags über diesen Tag hinaus mitzunehmen, sich weiterzubilden und sich den täglichen Kämpfen anzuschließen. Gemeinsam können wir auf ein Ende patriarchaler Strukturen hinwirken.

Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit allen Frauen*, die diese Kämpfe jeden Tag führen.

Außerdem möchten wir allen Kursleiter*innen sowie den Spender*innen für ihre solidarische Unterstützung herzlich danken.

Deutschkurse für Geflüchtete und Immigrant*innen – Sommertrimester 2026

Von Dienstag, 7. April 2026 bis Freitag, 26. Juni 2026 finden wieder unsere Deutschkurse für Geflüchtete und Immigrant*innen statt.

Im Sommertrimester 2026 bieten wir praxisnahe Deutschkurse für Anfänger*innen und Fortgeschrittene an. Der Unterricht fördert Sprachkenntnisse für Alltag, Beruf und Integration.

Zeitraum: Di., 07.04.2026 –Fr., 26.06.2026
Niveaus: A1 bis C1
Zielgruppe: Geflüchtete und Immigrant*innen
Ort: Colbestrasse 19, 10247 Berlin-Friedrichshain
Kontakt: togoactionplus@googlemail.com

taz: “Keine freiwilligen Integrationskurse 2026”

„Die Bundesregierung will im gesamten Jahr 2026 niemanden mehr für Integrationskurse zulassen, der oder die zu solch einem Kurs nicht verpflichtet ist”, schreibt die taz: https://taz.de/Bundesamt-blockiert-Zulassung/!6153153/

Wir sind wütend! Über die aktuelle Entwicklung in der Integrationspolitik. 

In Deutschland werden gerade Integrationskurse für Geflüchtete und Zugewanderte deutlich eingeschränkt oder vorübergehend blockiert.

Ein genereller Zulassungsstopp verhindert, dass Menschen Zugang zu Bildungs-, Arbeits- oder Integrationsangeboten erhalten, die entscheidend für ihre gesellschaftliche Teilhabe sind. Wer von solchen Möglichkeiten ausgeschlossen wird, hat weniger Chancen, soziale Kontakte aufzubauen, Qualifikationen zu erwerben oder berufliche Perspektiven zu entwickeln. Das Risiko von sozialer Isolation steigt, insbesondere bei Personen, die ohnehin bereits benachteiligt sind.

Diese Isolation wirkt sich nicht nur auf das individuelle Wohlbefinden aus, sondern hat auch langfristige strukturelle Folgen. Ohne Zugang zu Weiterbildung oder formaler Anerkennung von Kompetenzen bleiben viele Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder sind vollständig vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen. Schlechtere Jobchancen führen wiederum zu geringeren Einkommen, unsicheren Lebensverhältnissen und eingeschränkter sozialer Mobilität.

Auf gesellschaftlicher Ebene verstärkt ein solcher Zulassungsstopp bestehende Ungleichheiten. Statt Chancengleichheit zu fördern, werden soziale Unterschiede verfestigt und teilweise sogar verschärft. Bestimmte Gruppen bleiben dauerhaft vom gesellschaftlichen Fortschritt ausgeschlossen, was das Risiko von Parallelstrukturen, Frustration und sozialer Spannungen erhöht. Langfristig kann dies das gesellschaftliche Zusammenleben schwächen und dem wirtschaftlichen sowie sozialen Zusammenhalt schaden.

Wir, die Initiative Togo Action Plus, fordern ein Ende pauschaler Zulassungsstopps. Sie schließen Menschen aus, statt Chancen zu eröffnen, und verschärfen soziale Ungleichheit. Wer Bildung, Arbeit und Teilhabe blockiert, nimmt Isolation, Perspektivlosigkeit und prekäre Lebensverhältnisse bewusst in Kauf. Das ist sozial ungerecht und gesellschaftlich kurzsichtig.

Zugang zu Chancen darf kein Privileg sein. Wir verlangen faire, transparente und menschenwürdige Regelungen, die Potenziale fördern, statt sie zu verhindern. Teilhabe ist kein Luxus, sondern ein Recht. Eine Gesellschaft, die ausschließt, verliert – an Zusammenhalt, an Zukunft und an Menschlichkeit.

Sprache verbindet.