Nein zum Rassismus

Die Ukraine ist mit einem furchtbaren Krieg konfrontiert. In einem früheren Beitrag haben wir diesen Krieg verurteilt und unsere Solidarität mit allen Kriegsvertriebenen und Opfern zum Ausdruck gebracht. Genauso, wie wir diesen Krieg verurteilen, verurteilen wir in diesem Artikel auch die rassistischen Praktiken, denen afrikanische Studenten an den Grenzen der Ukraine ausgesetzt sind.

Mehrere Quellen berichten, dass afrikanische Studenten, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen wollen, an der polnischen Grenze aufgrund ihrer Hautfarbe daran gehindert werden, die Grenze zu überqueren. Mustapha, ein Student aus Guinea, der an der Grenzüberschreitung gehindert wurde, berichtet in einem Video, das auf der Website infomigrant.net veröffentlicht wurde: “Man hat uns gesagt, dass Schwarze nicht einreisen dürfen …”.

In einem Artikel zum selben Thema, der am 4. März auf RFI veröffentlicht wurde, sagte die EU-Kommissionschefin auf einer Pressekonferenz in der ukrainischen Botschaft in Nairobi: “Alle Nachbarländer der Ukraine tun ihr Möglichstes, um alle Geflüchtete in Sicherheit zu bringen, unabhängig von ihrer Nationalität, ihrer Rasse, ihrem Geschlecht oder ihrem Alter. Wenn es einzelne Fälle gegeben hat, in denen einige Menschen nicht unter guten Bedingungen angekommen sind, so ist dies auf den Zustand der allgemeinen Verwirrung zurückzuführen”. Dies sind Äußerungen, die wir als Reproduktion von Rassismus bezeichnen. Die EU versucht, die wahren Fakten zu widerlegen, indem sie von einem “Einzelfall” spricht, während mehrere Afrikaner*innen weiterhin an der Grenze zwischen der Ukraine und Polen zurückgewiesen werden.
Wir verurteilen diese Haltung der EU und fordern, dass alle Geflüchtete unabhängig von ihrer Herkunft und Hautfarbe unterstützt werden, denn das menschliche Leben ist wichtig. Wir sagen Nein zu Rassismus gegen Schwarze Menschen und drücken noch einmal unsere tiefste Solidarität mit allen Vertriebenen und Opfern dieses Krieges aus. Was wir brauchen, ist Solidarität und nicht Rassismus, wie es die Europabgeordnete Dr. Pierrette Herzberger-Fofona in ihrem Artikel ausdrückt: https://herzberger-fofana.eu/2022/03/02/racism-instead-of-solidarity-the-situation-of-african-students-on-the-borders-of-ukraine/

Quellen:

L’UE au Kenya veut éteindre la polémique sur le sort des Africains qui fuient l’Ukraine – https://rfi.my/8Dgr.W
Vidéo: “On nous a dit que les Noirs n’entraient pas…” Des Africains refoulés à la frontière Ukraine-Pologne: http://infomi.gr/1Bpj.W
https://herzberger-fofana.eu/2022/03/02/racism-instead-of-solidarity-the-situation-of-african-students-on-the-borders-of-ukraine/

Petition: Aufnahme von BIPoC*-Personen, die vor dem Krieg in der Ukraine flüchten

https://www.change.org/p/aufnahme-von-bipoc-personen-die-vor-dem-krieg-in-der-ukraine-fl%C3%BCchten-bipocinukraine-refugeeswelcome-abaerbock-nancyfaeser?signed=true

Aus dem Petitionstext:

Hiermit fordere ich die deutsche Bundesregierung auf, insbesondere auch Personen ohne ukrainischen Pass, die an der Ausreise aus der Ukraine gehindert werden, Asyl zu gewähren. Dies betrifft vor allem BIPoC*-Personen ohne ukrainischen Pass.

Solange es Berichte darüber gibt, das BIPoC*-Personen an Weiter- und Ausreisen gehindert werden, ist es unbedingt nötig, dass die Bundesregierung ein Zeichen setzt und zeigt, das humanitäre Hilfe für alle Menschen gilt.

Filmseminar: Wir sind jung. Wir sind stark

Seminar für ITAP-Kursleiter*innen politischem Engagement mit Wir sind jung. Wir sind stark (ein Film von Burhan Qurbani) am 21. Januar.

Sich gegen Ungerechtigkeit wehren, Nein zum Rassismus und allen Formen der Diskriminierung sagen oder sich für andere zur Verfügung stellen, dies und noch viel mehr versteht man unter politischem Engagement.

In einer Gesellschaft, die von Diskriminierung und Ungerechtigkeit geprägt ist, wird das Engagement zu einer Notwendigkeit für alle. Es ermöglicht jedem Einzelnen, an der positiven Entwicklung unserer Gesellschaft teilzuhaben.

Was ist politisches Engagement? Was ist die Rolle des Engagements im Bereich Flucht und Migration? Wie kann man sich gegen Rassismus einsetzen?

Komi E. wird als Menschen mit Fluchterfahrung auf seine Erfahrungen zu den Themen Flucht und Migration, sowie das Engagement der ITAP gegen Rassismus eingehen.

Programm

18.00 Uhr: Vorstellungen

18.15 Uhr: Beginn der Veranstaltung mit Komi Edzro.

18.15 bis 20.15 Uhr: Film: Wir sind jung. Wir sind stark

20.30 bis 21.00 Uhr: Pause / Essen (Speise aus Togo)

21.00 Uhr: Fragen und Antworten, Stellungnahmen

21.30 Uhr: Ende der Veranstaltung

Ort:

Initiative Togo Action Plus e. V.
Colbestrasse 19,
10247 Berlin/ Friedrichshain

Wichtiger Hinweis: Der Zugang zur Veranstaltung ist auf Geimpfte und Genesene Personen beschränkt (2G). / Das Tragen einer FFP2-Maske ist erforderlich.

Seminar für Kursleiter*innen: Rassismus gegen schwarze Menschen und Zivilcourage/Film, 10.12.21, 18 Uhr

Ein Dorf sieht Schwarz (Ein Film von Julien Rambaldi)

Der Tod des Afroamerikaners George Floyd im Mai 2020 infolge von Polizeigewalt hat weltweit eine Welle des Protests gegen ein Phänomen ausgelöst, das unsere Gesellschaften seit Jahrhunderten plagt: den Rassismus. Dieses Phänomen, das seit Jahrhunderten besteht und das Zusammenleben von Gemeinschaften weiterhin vergiftet, hat seine Wurzeln in verschiedenen historischen Ereignissen, insbesondere in der Sklaverei und der Kolonialisierung. Rassismus gegen schwarze Menschen ist eine Realität, die leider immer noch zum Alltag vieler schwarzer Menschen gehört.

In Deutschland wird häufig über dieses Thema diskutiert, jedoch ändert sich nichts. Warum? Was ist Rassismus gegen Schwarze Menschen? Warum gibt es Rassismus gegen Schwarze Menschen? Wie können wir Rassismus dekonstruieren?

Durch Komi E. wird die ITAP e.V. auf die Wurzeln des Rassismus gegen Schwarze Menschen zurückgehen und die Themen Racial Profiling und Zivilcourage im Detail erklären.

Programm

18.00 Uhr: Vorstellungen
18.15 Uhr: Beginn der Veranstaltung mit Komi Edzro.
18.45: Film: Ein Dorf sieht Schwarz
20.30 bis 21.00 Uhr: Pause / Essen.(Speise aus Togo)
21 Uhr: Fragen und Antworten, Stellungnahmen
21.30 Uhr: Ende der Veranstaltung

Ort:
Initiative Togo Action Plus e.V.
Colbestrasse 19,
10247 Berlin/Friedrichshain

Wichtiger Hinweis: Der Zugang zur Veranstaltung ist auf geimpfte und genesene Personen beschränkt (2G). / Das Tragen einer FFP2-Maske ist erforderlich.

Seminar für Kursleiter*innen: Sklaverei und Film, 26.11.21, 18 Uhr

Wurzeln der Sklaverei: ROOTS (Eine Produktion von David L. Wolper) / Teil 2

Ein zweiter Teil des Seminars über Sklaverei findet am Freitag, dem 26. November 2021, im ITAP statt. In diesem zweiten Teil werden wir zwei weitere Episoden des Films Roots zeigen, der die Geschichte der Sklaverei nachzeichnet.

Es sei darauf hingewiesen, dass der erste Teil des Seminars ein Erfolg war.

Wir laden daher unsere Kursleiter*innen herzlich ein, an diesem zweiten Teil teilzunehmen, damit wir mehr erfahren und gemeinsam über diese dunkle Seite der Menschheitsgeschichte diskutieren können.

Unten findet ihr das Programm des Abends:

18:00 Uhr: Vorstellung
18.15 Uhr: Film: Wurzeln der Sklaverei: Roots (Episode 2)
19.45 Uhr: Film: Wurzeln der Sklaverei: Roots (Episode 3)
21.30 Uhr: Diskussion / Essen (Speise aus Togo)
22:00 Uhr: Ende der Veranstaltung

Ort: Initiative Togo Action Plus e.V.
Colbestrasse 19, 10247 Berlin/ Friedrichshain

Wichtiger Hinweis: Der Zugang zur Veranstaltung ist auf geimpfte und genesene Personen beschränkt (2G). / Das Tragen einer FFP2-Maske ist erforderlich.